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An dieser Stelle sollen einige interessante Pressenachrichten und sonstige Äusserungen präsentiert werden, die zum Selbstverständnis der Nachhilfelehrer/innen beitragen und grössere gesellschaftliche Zusammenhänge berühren.


THEMA: SCHULNOTEN LÜGEN !!!
(man beachte besonders die unterstrichenen Stellen)


MINISTER BERATEN ÜBER SCHULSTANDARDS


Beitrag von www.tagesschau.de vom 06.03.2003


Die Kultusminister der 16 Bundesländer kommen heute in Berlin zu zweitägigen Beratungen zusammen. Im Mittelpunkt stehen Folgerungen aus der neuen PISA-Studie des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die dort offiziell vorgestellt wird. Angesichts der vorab bekannt gewordenen schlechten Ergebnisse forderten der Bundeselternrat sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unmittelbar vor Beginn der Beratungen einheitliche Schulstandards.

Ruf nach Bildungsstandards

Die Bundesländer müssten alles tun, um die Qualität der Schulen in Deutschland zu verbessern, sagte die Vorsitzende des Bundeselternrates, Renate Hendricks im Südwestrundfunk. Lehrer dürften bei der Bewertung von Schülern nicht das alleinige Maß der Dinge sein. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun erklärte in Berlin, dass nur transparente Standards in allen Bundesländern aus der Schulmisere heraushelfen könnten. Bildungsstandards seien für Schüler und Lehrer eine gute Orientierungsgröße. Braun betonte, dass IHK-Abschlüsse gerade wegen ihrer einheitlichen Prüfungsstandards im Bereich der dualen Ausbildung bundesweit eine hohe Akzeptanz genießen.

Die FDP-Politikerin Ulrike Flach nannte die unterschiedliche Benotung der gleichen Leistungen "organisierte Beliebigkeit". Auch der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus forderte, die Erarbeitung bundesweit akzeptierter Standards zu forcieren. Er wehrte sich aber gegen die Behauptung, die Notengebung sei willkürlich.

Keine einheitliche Notenvergabe

Für die deutsche PISA-Sonderauswertung hatten die Kultusminister im Sommer 2000 rund 50.000 Schüler aus 1246 Schulen testen und befragen lassen. Der Vergleich der PISA-Leistungen mit den tatsächlichen Noten der Schüler ergab erhebliche Diskrepanzen. So könnten Gymnasiasten für dieselbe Leistung von einem Lehrer eine eins, von einem anderen eine fünf erhalten. In den sechs teilnehmenden Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ließ sich beim Vergleich der Notenvergabe allerdings kaum ein Länder-Trend ausmachen. Selbst innerhalb der Schulformen und quer durch alle Bundesländer gibt es erhebliche Wertungsunterschiede zwischen den PISA-Leistungen und den tatsächlichen Noten der Schüler. Die Studie enthält daneben noch Angaben über die Zufriedenheit der Schüler mit ihrer Schule und analysiert die Probleme von Schulen mit hohem Ausländeranteil.

Universitäten und Ganztagsschulen

Neben dem PISA-Testbericht wollen sich die Kultusminister auch über eine Neuordnung der Hochschulzulassung in Numerus-Clausus-Fächern wie Medizin, Psychologie, Pharmazie und Betriebswirtschaft beraten. Dabei geht es darum, wie den Hochschulen mehr Eigenverantwortung bei der Auswahl ihrer Studentinnen und Studenten zugestanden werden könnte. Am Freitagmittag trifft die Konferenz mit Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn zusammen, um über ein Angebot des Bundes zur Finanzierung der Ganztagsschulen zu diskutieren. Danach sollen die Länder bis 2007 insgesamt vier Milliarden Euro zur Schaffung von 10.000 zusätzlichen Ganztagsschulen erhalten.


[Unterstreichung durch www.nachhilfe-lehrer.com!]


[Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,OID1607636,00.html]



Links:


offizielle PISA Seite (engl.)

deutschsprachige Zusammenfassung der PISA Studie (pdf)

Nachhilfe als geringfügige Beschäftigung (1)

Nachhilfe als geringfügige Beschäftigung (2)

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